über mich und meine Reisen ....

TänzerInnen beim Aeoling-Festival, Nagaland
TänzerInnen beim Aeoling-Festival, Nagaland
tibetischer Mönch
tibetischer Mönch
Tempel in Bagan, Myanmar
Tempel in Bagan, Myanmar
Taj Mahal, Agra, Indien
Taj Mahal, Agra, Indien
Buddhas aus Sandstein, Rakhine, Myanmar
Buddhas aus Sandstein, Rakhine, Myanmar
Mt. Victoria NP, Chin-Staat, Myanmar
Mt. Victoria NP, Chin-Staat, Myanmar
Lauca Nationalpark, Nordchile
Lauca Nationalpark, Nordchile
Tänzerin der Minankabau, Sumatra
Tänzerin der Minankabau, Sumatra
Häuser der Minankabau, Sumatra
Häuser der Minankabau, Sumatra
Relief Tempelanlage Borobudur, Java
Relief Tempelanlage Borobudur, Java
Ahu Akivi, Rapa Nui (Osterinsel)
Ahu Akivi, Rapa Nui (Osterinsel)
Orang Utan-Dame auf Sumatra
Orang Utan-Dame auf Sumatra
auf einem Markt in Nagaland, Indien
auf einem Markt in Nagaland, Indien
Teepflückerinnen in Assam, Indien
Teepflückerinnen in Assam, Indien
ehemaliges Badehaus in Kashan, Iran
ehemaliges Badehaus in Kashan, Iran
Buddhas in einem Kloster in Myanmar
Buddhas in einem Kloster in Myanmar
Silke Vetter in Myanmar
Silke Vetter auf Reisen

alles begann 1981:  Marokko, meine allererste Flugreise überhaupt! Ein Land wie aus 1001 Nacht, labyrinthartige Altstädte in Fes und Marrakech, der Hohe Atlas und geheimnisvoll aussehende Männer in wallenden Djellabahs....

 

1984 : Nicaragua, wo es den Menschen endlich gelungen war, das verhasste Somoza-Regime zu beseitigen. Eine Revolution, die sich christlich nannte und versuchte, ihre Gegner umzuerziehen im Sinne von Demokratie und Menschenrechten, von Freiheit und sozialer Gerechtigkeit, hat mich fasziniert . Ich sprach mit Gewerkschaftern, Frauenorganisationen, lernte neben Managua, die Städte León und Matagalpa kennen und renovierte mit meinen Mitreisenden ein Schulgebäude.

 

1986/87/88 per PKW mit meinem Lebensgefährten über Jugoslawien, Griechenland, die Türkei und Syrien in den Libanon, wo wir eine Zeitlang in einer Familie lebten und ich die Benachteiligung der Mädchen beobachten konnte. Per Flieger anschließend zum wiederholten Mal nach Ägypten. Luxor und Karnak begeisterten mich mit ihren wundervollen hieroglypenreichen Tempeln...Im Haus eines koptischen Priesters und seiner Frau und bei einem Ehepaar, dessen Haus gegenüber der Pyramiden von Gizeh stand, erhielt  ich tiefe Einblicke in das ägyptische Alltagsleben.

 

1989 war erst einmal Schluss mit Fernreisen. (Ich hatte mich mit einem Geschäft für gesunde Ernährung selbständig gemacht). Von nun an radelte ich an deutschen Flüssen entlang, wann immer ich Zeit dafür fand: der Spree, der Mosel, der Saale, der Elbe etc. Besonders die neuen Bundesländer und ihre BewohnerInnen fand ich spannend. Während dieser Zeit - ich eröffnete neben meinem Reformhaus ein Naturkostcafé mit Mittagstisch - erwarb ich meine gastronomischen Kenntnisse und Fähigkeiten.

 

1999 : meine bisher einzige Reise nach Schwarzafrika: in Gambia und dem Senegal nahm ich an einem Trommelkurs und afrikanischem Tanzen teil, wohnte mit Fledermäusen und Gekkos in einer kleinen Hütte und unternahm eine staubige, aber wunderschöne Fahrt durch den Niokolokoba-Nationalpark.

 

Wenig später : Neuseeland. Erst auf die Südinsel, wo ich Christchurch, den unverschämt türkisblauen Lake Tekapo, Fjordland, aber auch Te Anau und den Mt. Cook Nationalpark sah. An der rauhen Westküste schlief ich in einer jungle hut, auf die stunden-, nein tagelang der Regen niederprasselte. Auf der Nordinsel bestaunte ich die Vulkane im Tongariro-Nationalpark, badete in den heißen Quellen von Rotorua und genoss die schöne Coromandel Peninsula.

 

Erst 2004 gelang es mir, mit inzwischen beträchtlich angewachsener Reisesehnsucht, wieder loszuziehen.. nach Ladakh im indischen Himalaya. Hier leben viele TibeterInnen, die aus dem Mutterland geflohen sind, weshalb man es auch "Klein Tibet" oder "West Tibet" nennt. Kloster Alchi, ein Trekking in der Nähe, die Hauptstadt Leh sowie Fahrten über die hohen Pässe, die kargen alpinen Hochwüsten, aber auch die grünen Gerstenfelder, die Pappeln und die kalten Gebirgsflüsse regten meine Phantasie an. Dass ich in Dharamsala dem Dalai Lama begegnen durfte, war ein unvorhergesehenes und in dieser Art einmaliges Ereignis.

 

2005 : Tibet selbst. Shigatse mit dem Tashilumpo-Kloster, Gyantse mit dem Khumbum und Lhasa mit dem Yokhang-Tempel und dem Potala waren Eindrücke, die ich nie vergessen werde. Die tiefe Religiösität der Menschen ... Zu sehen, wie die chinesiche Regierung den TibeterInnen im eigenen Land immer weniger Raum lässt, machte mich unendlich traurig.

 

2006/2007 : Europa: Irland und dort besonders Connemara, der Ring of Kerry, aber auch Nordirland: Belfast mit seinen politischen Wandmale-reien, stattete ich einen Besuch ab.

Später Andalusien : die Alhambra, die Mesquita, in der es eine Zeit gab, während der Christen und Muslime gleichzeitig hier beteten, ließen mich staunen.

Ende 2006 führte mich eine Ayurveda-Kur nach Kerala, in den Süden Indiens, wo sich Hindus mit Moslems und Kommunisten mit Christen verstehen....

2009 : Rajasthan.  Die Paläste der Maharadjas, Jaisalmer mit seinem trutzigen Fort und Jaipurs quirliger Basar. Die farbenfrohe Kleidung der Frauen vor dem Hintergrund der Wüste Thar - ein zutiefst beein-druckendes Bild! Agra, mit dem Taj Mahal, diesem steinernen Monument der Liebe und des Todes hinterließ einen bleibenden Eindruck.

 

2010 : auf den Routen der alten Seidenstrasse über Usbekistan und Kirgistan bis nach Westchina, Kashgar, dessen Altstadt die chinesische Regierung sträflicherweise immer mehr abreißt, weiter mit dem Zug in der hard sleeper class bis nach Turfan durch die  Taklamakan-Wüste und  zu den Buddha-Grotten von Dunhuang. Urumqui, diese hässliche chinesische Großstadt, am Ende meiner Tour.

 

2011 :  erneut Marokko: diesmal  die Straße der 1000 Kasbahs im Süden. Außerdem eine Kameltour durch die Wüste an der algerischen Grenze, auf der ich fast allein war, weil wenige Tage zuvor eine Bombe in Marrakech hochgegangen war, die 17 Menschen tötete.

 

2012 : Iran, es gelang mir endlich, mit einer kleinen Gruppe hin zu reisen, über die heilige Stadt Mashad mit 20 Mio Pilgern im Jahr, nach Yazd, der Wüstenstadt, nach Shiraz und Isfahan. Die freundlich-interessierte Aufgeschlossenheit der IranerInnen erstaunte mich, hatte ich doch angesichts eines Mullah-Regimes, das die Menschen  knechtet und die Frauen in vielfacher Hinsicht diskriminiert, eher verdrossene und verschlossene Gesichter erwartet.

 

Ende 2012 : Wanderreise in den schönen waldreichen Norden Teneriffas mit Anaga- und Tenogebirge sowie der Besteigung des Vulkans Teide.

 

2013 : Chile-Tour. Ich begann im Norden mit dem wunderschönen Lauca-Nationalpark, vorbei an Salaren, das sind Salz- oder Boraxseen, auf denen sich Vicunas und Flamingos tummeln, weiter durch die Atacama-Wüste und bis nach Santiago, bzw. Concepción, wo zwei Cousins von mir leben, die ich seit Kindertagen nicht gesehen hatte. Ein Abstecher auf die zu Chile gehörende Osterinsel Rapa Nui mit ihren mystischen MOAI-Figuren, die mich schon lange in ihren Bann zogen, vervollständigte diese Reise.

 

Ende 2013 : Nordzypern mit Girne, Salamis, aber auch einem Abstecher in den griechischen Teil Nikosias.

 

2014  : Arunachal Pradesh und Nagaland, im äußersten Nordosten Indiens, wo Völker leben, die mit dem übrigen Indien nur wenig gemeinsam haben. Apatanis, Nocte, ....z.T. Animisten, die großenteils in Stelzenhäusern wohnen; die Nagas feierten gerade ihr Frühlingsfest Aeoling mit Tänzen in bunten Trachten.

 

Ende 2014 : Myanmar. Ich hatte nie in dieses Land gewollt, dessen Militärregierung die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi über 15 Jahre unter Hausarrest stellte, Aufstände gegen ihr Regime brutal niederschlug und beim Zyklon "Nargis" 2008 die Leute lieber im Elend sitzen ließ, als ausländische Hilfe ins Land zu lassen. Aber nun roch es dort nach Freiheit: etliche politische Gefangene wurden amnestiert , die Pressezensur gelockert und Aung San Suu Kyi, die Tochter des Freiheitskämpfern Aung San, wurde freigelassen.... Das Land der Goldenen Pagoden... es wurde mein Herzens-Land! Schon ein Jahr später fuhr ich erneut hin, diesmal u.a., um Spendengelder zu überbringen,für die vom letztjährigen heftigen Monsun schwer getroffenen Menschen, die ihre Häuser verloren hatten.

Besonders gefreut hat es mich, dort Pwa Gyi kennenzulernen, einen jungen Burmesen, der sich besonders für die Waisenkinder Myanmars einsetzt, oft Kinder getöteter Rebellen. Dass Pwa Gyi im Sommer 2016 auf meine Einladung hin nach Deutschland kam, war - trotz riesiger Probleme, überhaupt ein Visum zu bekommen -, ein besonderes Highlight, denn so hatte endlich einmal ich die Rolle der Gastgeberin und es wurde ein unvergesslicher Besuch für uns beide.  Und wenn Sie liebe LeserIn eine Reise nach Myanmar planen, kann ich Ihnen seine Reiseagentur nur wärmstens empfehlen.

Hier finden Sie seine Internetadressen:

 

2016 : Indonesien: Sumatra, Java und Sulawesi hatte ich mir ausgeguckt. Machte Bekanntschaft mit den "Menschen des Waldes", den wundervollen Orang Utans, denen immer mehr ihr Lebensraum genommen wird, dem fröhlichen Volk der Batak und den matrilinear organisierten Minankabau, sah die wundervollen Tempel von Prambanan und Borobudur auf Java, sowie einen unvergesslichen Sonnenaufgang am Tengger-Bromo-Massiv, während auf Sulawesi der Totenkult der Torajas mit ihren Felsengräbern und Tao-Tao-Figuren mein Interesse erregte.

 

Ich bin gespannt, was für Erlebnisse und Menschen mir noch begegnen! Was für Völker und ihre Bräuche ich noch sehen darf. Nach einigen Monaten zu Hause spüre ich es wieder dieses Kribbeln, diese Unruhe - die Sehnsucht, wieder loszufahren,  um mit staunenden Augen zu erleben, wie die Menschen anderswo leben, was ihre Freuden, aber auch ihre Probleme und Sorgen sind und wie es in ihren Ländern aussieht! Eines weiß ich schon jetzt: ich kann nicht aufhören, mich für andere Kulturen zu begeistern und mir zu wünschen, noch oftmals aufbrechen zu dürfen, um die Welt kennenzulernen und mehr und mehr zu begreifen, dass alle und alles miteinander verbunden sind und voneinander abhängen.

 Und wie schon Hermann Hesse in seinem Stufengedicht sagt:

 

"...kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen (...)

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Auch der Buddha war oft ein Reisender...